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Kübra Gümüşay

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Thomas Rohde
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December 2013

I was holding my tongue. Trying to ignore the #Mipsterz (≈ Muslim Hipsters) debate, hoping it would be over soon. Frankly, how long and intensely could the Muslim community (mainly in the US & some Western European countries) possibly discuss a two minute video about some Muslim fashionistas in the US driving skateboards, motorbikes, jumping and posing on trees? But it continued and continued and got worse

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich dieses Rezept mit der Welt teilen soll oder nicht. Denn ich liebe Maronen. Sogar mehr als Lakritze. Und, so meine Rechnung, wenn auch andere davon erfahren, wie man Maronen so kochen/schneiden/rösten kann, sodass sie kinderleicht herauszupulen sind, könnte sich der Maronenkonsum drastisch erhöhen, die Nachfrage würde steigen und damit auch die Preise, die in die Unendlichkeit treiben würden. Womöglich würden der Welt die Maronen ausgehen und ich stände

Fragte man mich jetzt nach dem Tod, ich würde sagen: Der Tod war mir immer fern. Fragte man mich ein zweites Mal, würden mir ein, zwei Beispiele einfallen, in denen ich ihn mittelbar fühlte. Und fragte man ein drittes Mal nach, würde mir klar werden, dass er manchmal sehr nah war, aber nie fern. Dass ich oft genau das fühlte, was ich dieser Tage fühle: Seine Nähe. Aber immer wieder vergaß. Vor einem Jahr, fast um

It was around 3 or maybe 4 in the morning after a long journey, climbing and hiking, when we finally sat down on top of the mountain Nemrut. We sat down to watch the sun rise, lighten the dark, announce itself through sparks and light shadows, grow and warm us - like so many of our kind before us. It was probably the most magical moment of our trip through the East of Turkey, a

Unser Logo für den Deutsch-Muslimischen Blogkarneval. Der liegt derzeit zwar noch brach, aber wer weiß, was an diesem Wochenende so passiert? Es ist mittlerweile Ewigkeiten her, dass wir den letzten deutsch-muslimischen Blog-Karneval (Muslimkarneval.de) veranstalteten, der damals von TooMuchCookies initiiert, gegründet und lange Zeit betrieben wurde. Mit einer losen Gruppe Blogger (und dem Zahnräder Netzwerk) haben wir das Projekt zwar auf'm Schirm, nur leider nicht auf der aktuellen To-Do-Liste. Am Freitag wird es nun ein Fachgespräch geben,

maxresdefault1968. Martin Luther King wurde ermordet. "Als unser Führer (John F. Kennedy) vor einigen Jahren ermordet wurde, hat uns seine Witwe zusammengehalten und vereint. Wer wird eure Leute kontrollieren?", fragt ein weißer Reporter im Fernsehen. Eine junge Lehrerin in Riceville, Iowa wird Zeuge dieser Szene und ist verwirrt. Ist John F. Kennedy nicht auch Präsident der Schwarzen gewesen? Und sollte uns Weiße Martin Luther Kings Ermordung nicht auch entsetzen? So fängt die Geschichte von der Anti-Rassismus-Aktivistin (& Feministin) Jane Elliott an, deren Erkenntnisse noch heute von höchster Relevanz sind.

Schon vor Kings Tod hatte sich Elliott lange mit Rassismus beschäftigt, recherchiert, Bücher über die NS-Zeit gelesen, als sie schließlich beschloss mit ihrer Schulklasse ein Experiment durchzuführen. Sie fragte ihre Schüler, ob sie herausfinden wollten, wie es ist ein schwarzes Kind zu sein. Die Kinder bejahten.

An diesem Tag behandelte sie alle ihre blau-äugigen Schüler wie Weiße, privilegiert und überlegen gegenüber den nicht-blau-äugigen Schülern, die sie so behandelte wie schwarze Kinder in den USA behandelt wurden, so als seien sie weniger intelligent, weniger fleißig und fähig. Schon bald übernahmen die Kinder diesen Umgang, die "Überlegeneren" verhielten sich arrogant und überheblich gegenüber ihren Klassenkameraden. Ihre Leistungen verbesserten sich, sie wurden selbstbewusster. Auch die "Unterlegeneren" veränderten sich; selbst jene, die vorher dominant und durch ihre guten Leistungen hervorstachen, nahmen sich zurück, ihre Leistungen wurden schlechter.

Bildschirmfoto 2014-02-23 um 19.37.25"Ein Freund hört mit seinem Polizisten-Job auf wegen des Alltagsrassismus", schreibt mir gerade Tamim Swaid, ein guter Familienfreund, während ich an diesem Text hier sitze. "Stell dir vor", fährt er fort, "8 Jahre Ausbildung und Beamtenstatus." "Oh krass...", antworte ich. Dann schreibt er: "SchauHin ist sehr gut."

#SchauHin ist eigentlich nichts Neues. Schon seit etlichen Jahren bloggen und twittern Menschen in Deutschland online zu den Themen Rassismus im Beruf, in der Schule, in den Medien - im Alltag halt. Denn Rassismus ist nicht etwas, auf das wir entspannt mit weit ausgestrecktem Finger in der weiten, weiten Ferne zeigen können. Etwas, das irgendwo am rechten Rand der Gesellschaft geschieht, wo die Glatzen glänzen und die Springerstiefel stampfen. Nein. Rassismus ist hier. Mitten unter uns. Jeden Tag. Überall.

Ramazan'ın her günü için şartlandırdım bu sene kendimi, bir saniye bile olsa kısa bir çekim yapacağım. Bazı zamanlar sahura kadar aksıyor, bazı günler çekip çekip doyamıyorum. Yine en güzel görüşmelerin, gezilerin bir çoğu kayıtsız kalıyor çünkü onlara kamera lensinden değil bizzat kendim şahit olmak istiyorum. Böylece bu hatıralarla dolu güzelim İstanbulumuzun Ramazan videosu oluştu. Hoşgelmiş. This year I decided to record at least one second a day during the month of Ramadan while wandering through the

A few months ago, I had the honour to speak at TEDx Oxbridge in Oxford. When I thought about what I'd like to share most, what lessons life had given me and what had touched me most, I decided on "The Power of Stories." After years of debating, political and social activism, I came to realise that although these are important and essential tools for a healthy discourse, there was something more important to me,

Bildcredit: Damir Šagolj Niemals vergessen: 11. Juli 1995, Srebrenica. Heute gedenken wir Srebrenica. Ich kann mich noch sehr gut an diese Tage vor 18 Jahren erinnern, als meine Eltern gemeinsam mit uns kleine Hilfspakete zusammenstellten, um sie nach Bosnien zu verschicken; daran, wie sie Veranstaltungen organisierten und Spenden sammelten; daran, dass meine Eltern demonstrieren gingen. Ich trug auf diesen Veranstaltungen Gedichte über Bosnien vor. Und meine Schwester und ich verpackten gemeinsam mein Asthma-Gerät, das ich nicht

Oldenburg SeeIch hatte gestern einen kleinen Unfall. Beim Fahrradfahren um einen kleinen See in Oldenburg (in Niedersachsen) bin ich in der Kurve ausgerutscht und ziemlich hart aufgeprallt. Das Lenkrad rammte tief meinen Bauch, ich erlitt einen Schock und Atemnot. Mein Kopf drehte sich, ich schnappte vergeblich nach Luft, der Schmerz schoss mir nach ein paar Sekunden plötzlich durch den ganzen Körper und ich krümmte mich nach Luft ringend auf dem Boden. "Ich kann nicht atmen! Ich kann nicht atmen!", schrie ich. Es war als wäre mein Hals zugeschnürt worden, als hätte sich mein Körper, mein Brustkorb verengt. Meine Schwiegermutter, die wenige Meter hinter mir gefahren war, sprang vom Fahrrad ab und drückte mich fest an sich, redete beruhigend auf mich ein und versuchte langsam mit mir zu atmen. Minutenlang schrie ich dabei in Schock.

Aber darum geht es nicht in diesem Beitrag. Es geht um das (vielleicht 50-60-Jahre alte) Ehepaar, das im See badete - 10 bis 15 Meter von mir entfernt -, das mich seelenruhig dabei beobachtete wie ich mit dem Fahrrad auf dem Schotter ausrutschte, hinprallte und schrie. Während sie zu ihren Fahrrädern gingen und sich abtrockneten, reckten sie ihre Köpfe, um das Geschehen auch über das hohe Gras hinweg weiterzuverfolgen. Immer wieder schauten sie neugierig zu mir und meiner Schwiegermutter, seelenruhig, unbeteiligt.

Meine Schwiegermutter nässte ihre Kleidung im See, um meine blutigen und brennenden Hände zu waschen und um meinen Nacken zu kühlen. Das Ehepaar starrte uns weiterhin an.

Kein Wort. Kein Hilfsangebot. Keine Fürsorge. Kein besorgter Blick. Nichts. Nur dieses spannerhafte Starren, fast aufgeilend am Leid der anderen.