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Kübra Gümüşay

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Thomas Rohde
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politik Tag

"Wir befinden uns in einer Übergangsphase, in der Muslime immer sichtbarer werden – das empfinden manche als Problem. Sie glauben, dass Menschen, die durch ihre Kleider als Muslime erkennbar sind, nicht integriert seien. Das Gegenteil ist wahr: Gerade weil Muslime im Alltag sichtbar werden, sind sie integriert. Sie haben das geografische und soziale Ghetto, in dem viele anfangs lebten, verlassen. Muslime sind jetzt Teil des Mainstreams." Tariq Ramadan im Interview das ich für Zeit Campus 01/2013

  Irgendwann habe ich beschlossen, nicht mehr wütend zu sein. Nicht mehr wütend über die bis in den Himmel stinkenden Ungerechtigkeiten von Menschen und auf ihre Macht. Denn die Wut ändert nichts an der Ungerechtigkeit, aber mich. Sie macht den Wütenden kaputt, verbittert. So will ich nicht werden. Und dann ist es passiert: Die Wut war weg. Ich kann nicht mehr genau sagen, wann das geschehen ist. Die Wut ist langsam und vorsichtig gegangen und hat eine

Eva hat Abdul Zuhause besucht, hat mit seiner Schwester ein Kopftuch anprobiert, ist mit ihm durch Berlin gelaufen, in eine Moschee und hat neugierig Fragen gestellt. Miteinander sprechen, einfach mal aufeinander zugehen, einfach mal den Menschen im Gegenüber sehen. Das ist schön. Darüber haben dann Franziska, Eva und ich im Münchner Klub Konkret Studio geredet. Ein großartiger Tag war das. Danke!(Und heute Morgen sprach ich im DeutschlandRadio Kultur darüber, dass Islamophobie mehr ist als nur eine

Sometimes I feel like exploding. I don't fit into myself. There is so much will, but so little time, only two hands, two feet and only this little me. (29.01.2012, 7:48 pm) Als junges Mädchen laß ich gerne Bücher über starke Frauen, die gegen ungerechte Verhältnisse, brutale Dikatoren und furchteinflößende Regimes ankämpften. Sie leisteten Widerstand, während alle anderen, Nachbarn und Freunde, in ein und derselben Gesellschaft das himmelschreiende Unrecht nicht nur nicht sahen, sondern gar verinnerlichten.

bildcredit Samstagabend in Köln. Auf einer Veranstaltung treffe ich eine Bekannte und frage sie nach einer gemeinsamen Freundin. „Wie geht es Ahlam?“, frage ich sie. „Welche Ahlam?“ - „Ahlam El Rifai*.“ - „Kenne ich nicht." Ich wundere mich. „Wir waren doch gemeinsam in Berlin.“ Sie schaut mich stirnrunzelnd an, dann klickt es. „Ach, die Ahlam. Ja, die heißt doch anders, El Saad ist ihr Nachname.“Einige Monate später treffe ich Ahlam und erzähle ihr von diesem

Es ist Nacht in Kairo. Ich stehe auf dem hell erleuchteten Tahrirplatz. Es ist laut. Überall sind Podeste aufgestellt, auf denen Frauen und Männer Reden halten, wild gestikulieren - das Publikum hört aufmerksam zu, ruft rein oder beklatscht die Redner. Überhaupt stehen überall Menschen herum, die diskutieren, sich fotografieren lassen, ägyptische Fahnen kaufen. Zwischendurch umkreist eine Protestgruppe den Platz und ein Meer von Handykameras wird gezückt. Dann entdecke ich die Bilder der Opfer des Mubarak-Regimes, sie

Qais ist ein kluger Mann. Ein Laecheln auf dem Gesicht, ein warmes Herz. Seit fuenf Tagen reisen wir gemeinsam mit einer Grupper Blogger und Aktivisten aus der ganzen Welt durch verschiedene Staedte der USA. Wir sprechen ueber alle moeglichen Konflikte in der Welt, wir diskutieren und lachen viel. Wir essen und trinken. Wir hoeren zu und sprechen.Nicht ein einziges Mal habe ich Qais nicht laecheln sehen. "Kennst du Ibrahim Tatlises?", fragt er mich. Dann zaehlt

Vernesa ist jung, witzig und hübsch. Eine Schauspielstudentin, die das Leben in vollen Zügen genießt. Zusammen mit ihrem Freund liegt sie auf einer Dachterrasse und raucht. Plötzlich entdeckt sie einen roten Punkt auf ihrer Schulter. Ein Zigarettenfunken, glaubt sie, und schnipst ihn weg. Sie schüttelt ihr lockiges blondes Haar und lacht. Oh, noch so einer, da auf der Brust. Und jetzt wieder hier auf der Schulter. Sie versucht das Pünktchen wegzuwedeln und lacht lauter. Auch

Ich war schon ganz enttäuscht, dass nichts aus Frankreich kam. Princess Hijab (siehe oben) kennen wir alle schon, die Graffiti-Künstlerin, die Reklamepüppchen ein Niqab verpasste. Aber nach dem Niqab-Verbot im Juli dieses Jahres war künstlerisch-rebellisch nichts Nenneswertes zu verzeichnen. (Vom Gegenteil lasse ich mich in den Kommentaren nur zu gern überzeugen.)Jedenfalls war ich ganz entzückt, als ich ein Video der Niqabitches entdeckte. Zwei rebellische Französinnen - obenrum vollverschleiert mit Niqab, untenrum Minirock und Stöckelschuhe. So

Wochenlang saßen wir im Skype-Kämmerchen und planten und organisierten. Ich saß mangels häuslichen Internets in der Londoner Uni-Bibliothek, setzte mich in eine laute Arbeitsecke (weil ich anderswo ja nicht reden darf). Aber weil es bei mir viel zu laut war, musste immer auf "Stumm" drücken, wenn ich den anderen Konferenzteilnehmern gerade nichts mitzuteilen hatte. Doch ich wollte eigentlich immer etwas sagen. Teufelskreis. Schwere Zeiten. Ich saß da also mit Kopfhörern in einer Ecke und sprach

Und wieder ist die taz Vorreiter. Vor allem, wenn es darum geht, auch mal jene zu Wort kommen zu lassen, die noch nicht gehört worden sind. Vor einigen Wochen erschien bereits das Interview mit Melih Kesmen von StyleIslam zu dem Thema Islamophobie. Gestern erschien nun das taz-Interview mit mir, als kopftuchtragende Muslimin und Bloggerin, zum gleichen Thema: Islamophobie. Hier einige Auszüge: taz: Die öffentliche Debatte über den Mord an Marwa ist fast verstummt. Spielt das Ereignis für