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Kübra Gümüşay

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Hanser Berlin

Thomas Rohde
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June 2011

Bildcredit: Mona T. Brooks, Netroots NationLamees klappt ihren iPad auf und tippt ein bisschen herum. Ihre langen Fingernägel klackern. Das Make-up sitzt perfekt, das Tuch ist festlich um den Kopf geschwungen. Sie geht stolz und gerade, hat ein freundliches, aber bestimmtes, ein herzliches und gleichzeitig distanziertes Auftreten. Sobald wir den Konferenzsaal verlassen, setzt sie ihre große Sonnenbrille auf. Unnahbar.Wir sind in Washington auf einer Konferenz. Blogger und Aktivisten aus zwanzig Ländern sind geladen. Lamees kommt

Ich stehe in Köln am Bahnsteig und ziehe mir ein Ticket am Ticketautomaten – per Kartenzahlung. Als ich in das Ticketfach greife, entdecke ich ein zwei Eurostück. Soll ich es da lassen? Oder mitnehmen und einem Obdachlosen geben? Obwohl ich mir unsicher bin, ob ich das nicht vergessen werde, nehme ich das Geld mit.Am nächsten Tag stehe ich am gleichen Bahnsteig, am gleichen Ticketautomaten. 2,50 Euro kostet das Ticket, ich werfe ein 2 und ein

Feelings put in words are changed. Are limited. And as humankind only believes in words, someday the feeling itself will be forgotten. Shadows.And so: Sometimes I better choose not to write.

Wir sitzen an einem wackeligen Tisch vor einem Fastfood-Stand. Die Sonne knallt, ausserdem ist es sehr schwül in Minneapolis. Ich esse den zigsten und hoffentlich letzten fettigen Veggie-Burger meines Lebens. Mein Stuhl steht zwischen Irak (Qais) und Portugal (Paula) zusammen mit Palästina (Ziad) und Armenien (Samvel). Unsere 24-köpfige Blogger-Truppe ruft sich spasseshalber bei den Ländernamen.Palästina, Armenien und Irak plaudern aus dem Nähkästchen, sie erzählen Gefängnisgeschichten. Portugal und ich hören gespannt zu. Es ist eine andere

Qais ist ein kluger Mann. Ein Laecheln auf dem Gesicht, ein warmes Herz. Seit fuenf Tagen reisen wir gemeinsam mit einer Grupper Blogger und Aktivisten aus der ganzen Welt durch verschiedene Staedte der USA. Wir sprechen ueber alle moeglichen Konflikte in der Welt, wir diskutieren und lachen viel. Wir essen und trinken. Wir hoeren zu und sprechen.Nicht ein einziges Mal habe ich Qais nicht laecheln sehen. "Kennst du Ibrahim Tatlises?", fragt er mich. Dann zaehlt

Die letzten Tage waren voller intensiver Eindruecke, Impressionen und Erfahrungen. Menschen, die ich traf, Orte, die ich sah, Woerter, die ich hoerte. Das American Indian Museum in Washington D.C. war nur ein Teil dieser Zeit, die noch andauert. Um die ersten Eindruecke zu verarbeiten und mich erstmals am Videoschneiden zu probieren, habe ich dieses Video zu der Musik von Philip Glass zusammengestellt. Jetzt aber muss ich mich erstmal sputen, zur Konferenz "Netroots Nation" in Minneapolis.

Ich hocke hier gerade in einer anderen Zeitzone auf einer Konferenz über "Blogging for Social and Political Change" und bin deshalb etwas rechenfaul - ein paar Stunden sind es jedenfalls bis zum Ende des Publikumsvoting fuer den Grimme Online Award, so viel konnte ich errechnen.Egal, ob es klappt oder nicht, die Nominierung ist mir eine riesengrosse Ehre. Und die Blogger-Kollegen auf der Konferenz hatten die grandiose Idee das tolle Video zu machen. Danke an Sana

Wir laufen durch das staubige Kairo. Die Sonne knallt und es tummeln sich Tausende von Menschen auf den Straßen der größten Metropole Afrikas. "Ah, kuck mal hier!", rufe ich, "Schau mal dort!" und zupfe am Hemd meines Mannes. Meine Kamera baumelt heute nutzlos an meinem Arm, ich möchte mich einfach nur sattsehen an dieser Stadt. Es ist laut und bunt. Die hupenden, ratternden und brummenden Autos geben dieser Stadt ihr Geräusch. Die vielen Frauen hingegen

Also ich spreche nur ein bisschen Hocharabisch (Fusha), jedenfalls eine Sprache, die in Konversationen mit den meisten Ägyptern vollkommen unnütz ist. Da kommt man selbst mit Englisch weiter. Aber eben auch nicht besonders weit.Kurzum: Mit Worten kann ich hier nur schwer kommunizieren. Aber seitdem ich einmal kurz vor einer Klassenfahrt die Stimme verlor und meine Freunde mir zuliebe mehrmals am Tag unermüdlich Pantomime (Scharade) spielten, bin ich Pantomime-Profi. Eine wunderbare Alternative zu Worten.Nun habe ich