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Kübra Gümüşay

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Thomas Rohde
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Bin ich eine Masochistin? Schlummert tief in mir eine andere Kübra? Denn warum sonst geißele ich mich immer wieder mit schlechten Hetzartikeln in deutschen Wochenmagazinen?Jedenfalls erwischte ich mich kürzlich wieder dabei, wie ich einen solchen Artikel las. Ich wäre fast vom Stuhl gekippt, ging es doch tatsächlich endlich einmal um das noch nie zuvor besprochene Tabuthema Ehrenmord und das Sexualleben "muslimischer" Jugendlicher in Deutschland (man ist bekanntlich nicht mehr türkisch oder arabisch, sondern nur noch

- Gedanken zur Verhüllung -Mein Kopf, dein Kopf und das Tuch.Ich trage das Kopftuch, weil ich es als gläubige Muslimin für meine religiöse Pflicht halte. So. Damit ist alles gesagt und dieser Text könnte hier eigentlich schon enden. Aber die Fremdwahrnehmung des Kopftuchs ist eine andere als die der Selbstwahrnehmung. Und darin liegt der zentrale Konfliktpunkt der gesamten Debatte um das Tuch auf dem Kopf. Ich wuchs in einer familiären und sozialen Umgebung auf, in

Allein steigt der kleine Emrah in den Bus. Im Hintergrund läuft melancholisch-dramatische Arabeskmusik. Betreten guckt Emrah erst auf seine löchrigen Schuhe, dann hebt er langsam den Kopf. Wehleidig schaut er den Busfahrer an. Seine Kugelaugen senden einen Welpenblick. Die Unterlippe tritt traurig hervor. "Onkel", sagt er schließlich zu dem Busfahrer, "kann ich … ein … Schülerticket haben?" Buhu. Heul. Man möchte diesen Jungen am liebsten in die Arme schließen. Nein, adoptieren. Bis in alle Ewigkeit für

Die Party ist aus. Wir reden jetzt mal Klartext. Eine Morddrohung habe ich erhalten. Meine erste. Ich sollte mich wohl geehrt fühlen. Eine Morddrohung ist ein Ritterschlag für jeden Meinungsmacher. Wer heutzutage was auf sich hält, schmückt sich mit seinen Kritikern und vor allem mit seinen Bedrohungen. Je gefährdeter die Person und Meinung, desto wichtiger wird man. Danke. Aber nun zum Thema.Aus gegebenem Anlass - quasi als Dankeschön - schließe ich mich meinen Kritikern an und

Kopftuchträgerin trifft Matussek. Empirisch. Ich bin in Eile. Mit Wasser und Fischbox in der Hand schlängle ich mich durch die Menschenmenge hin zum Zug nach Berlin, vorbei an Matthias Matussek, dem Spiegel-Journalisten und Autor. Und mache kehrt und sage: "Hallo!" Sein Gesicht zeigt Verwirrung. Mit gekräuselter Stirn versucht er, mich einzuordnen. "Sie kennen mich nicht", sage ich und füge stalkerartig hinzu: "Aber ich kenne Sie!" So sitzen wir zehn Minuten später gemeinsam im Speisewagen des Zuges und sprechen

Weißt du, vor zwei Jahren hätte ich mit Leuten wie dir nicht einmal geredet", sagt Shahjehan zu mir. Er ist dünn, verschwitzt und seine Augen sind müde. Wir sitzen im Backstage-Bereich eines Konzertsaals in London. Er hat gerade eine großartige Show beendet. Shahjehan ist Gitarrist der pakistanisch-amerikanischen Punk-Band "The Kominas". Und muslimisch. "Mit euch wollte ich nichts zu tun haben", sagt er und meint praktizierende Muslime. Er war voller Wut auf die Community, er trank viel,

Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß von meinem Faible für Kurzfilme. Nun ist es aber so, dass ich immer weniger Zeit habe, um auf die Suche nach diesen wertvollen Stücken alternativ-kreativer Filmkunst zu gehen. Aber wofür hat man Freunde? So schickte mir Oign (oder Evgeny, wie man ihn eigentlich schreibt - ein übrigens hervorragender Fotograf. Siehe hier.) kürzlich den Link zu 247omedia, einer Produktionsfirma für Multimedia-Reportagen (engl. webdocumentaries). Bei diesem Reportagestil werden Videos mit

Vor einigen Wochen wurde ein fremdwörterbuch in der Reihe WWWGirls von der Mädchenmannschaft per E-Mail interviewt und vorgestellt "Ich habe gelächelt und ihnen zugewunken". Danke dafür, das ehrt mich sehr! Jedenfalls ging es darin um das Bloggen, wie ich dazu kam und welche Veränderung es mit sich brachte. Hier ein kurzer Auszug:Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:Oh, ganz viel wäre mir ohne das Internet nicht passiert. Aber diese Geschichte mag ich besonders gerne: Eine Leserin

Ich war im letzten Jahr ein bisschen traurig, weil ich es nicht zum Sufi Soul Festival geschafft hatte. Umso glücklicher war ich, als ich mich in diesem Sommer endlich auf dem Festival wiederfand. Die Sonne schien und wärmte meinen Rücken. Überall Bäume und Natur. Mittendrin das kleine Festivalgelände mit Bücher-Ständen, Essen aus aller Welt, Schmuck, Schals und orientalischen Düften. Das Ganze wurde belebt durch Muslime aus ganz Europa. Sie waren zusammengekommen, um

Schon den ganzen Tag grummelt mein Bauch. Es ist Fastenzeit und ich sitze im Flugzeug von London nach Hamburg. Eigentlich brauchen Reisende nicht fasten – aber der kurze Flug ist keine beschwerliche Reise. Deshalb faste ich trotzdem. Gleich wird die Sonne untergehen und ich werde essen dürfen. Mein Sandwich liegt auf dem Klapptisch bereit. Ich werde ganz ungeduldig und beobachte durch das Flugzeugfenster den heißersehnten Sonnenuntergang. Ein älteres britisches Pärchen

Es ist dunkel. Ein bisschen violett, dann färbt ein blaues Licht die Bühne und die Silhouette einer Frau wird sichtbar. Sie trägt ein langes weißes Kleid und einen weißen Schal. Leise ertönt Geigenmusik, dann eine Querflöte, dann Klavier. Die Bühne erhellt sich und ich erkenne nun ein Gesicht. Die tiefschwarzen Haare sind zu einem losen Dutt zusammengebunden, prüfend schaut sie ins Publikum. Alia beginnt zu erzählen. Klatsch! Rotes Licht flutet die Bühne. Mit Schwung schellt Alias

Achtung. In dieser Kolumne geht es nicht um das belgische Burka-Verbot. Zu diesem Thema wurde schließlich schon oft genug etwas gesagt. Ich fasse lediglich zusammen: Bei dem Burka-Verbot handelt es sich um symbolische Hau-den-Muslim-Politik. Verständlich, denn irgendetwas muss ja gegen "die Muslime" getan werden. Leider aber wählten die Belgier die falsche Methode. Und bevor auch die FDP-Visionärin Koch-Mehrin den Fehler wiederholt und aus dem "mobilen Gefängnis" ein immobiles Gefängnis macht - die Burkaträgerinnen also nach Hause