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rassismus Tag

Birte und ich redeten über Kulturen und sprachen aus, was wir schon immer dachten: Denken in Nationalkategorien ist out. (Besonders Birte, sie besucht ein Seminar zu diesem Thema. Titel ist mir entfallen, werde ich nachtragen.)Kulturen sind nicht nationengebunden. Die Geheimsprache zwischen zwei Kindern kann schon eine Kultur sein, erklärte mir Birte. Kultur kann eine bestimmte Lebenseinstellung sein. So kann ein Däne mit einer bestimmten Lebenseinstellung einem Mexikaner näher sein, als seinen Landsmännern und -frauen. Diese

Jetzt, wo der Hausarbeitenstress beendet ist, Dinge, die in meinem Kopf herumschwirrten:EMEL 50th ISSUEDas muslimische Lifestyle Magazin aus London hat nun ihre Golden-Edition herausgebracht, weil 50. Ausgabe. Und ich war dabei! Aber: Meine Lieblingskolumnistin hört auf. Weil: Thema der Kolumne war das aufregend chaotische Singledasein in orientalischer Kultur (also Heiratskandidaten, die plötzlich neben Mama und Papa auf der Wohnzimmercoach sitzen; arrangierte Dates von Mama und ihren Freundinnen; arrangierte Dates von den eigenen Freundinnen; muslimisches Speed-Dating

Heute bei der Samstagmorgen-Lektüre des Cicero habe ich mich so richtig willkommen gefühlt. Ganz entspannt las ich die Novemberausgabe des Cicero zu Ende und entdeckte auf der vorletzten Seite eine Anzeige. Nicht irgendeine sondern diese hier. Ausgerechnet im Cicero - "Magazin für politische Kultur" - von der ich mehr Seriösität auch in der Anzeigenakquise erwartet hätte.Einfach nur peinlich und furchtbar enttäuschend. Toll.Nachtrag: Und ich konnte es mal wieder nicht lassen, gleich herumzurecherchieren und weiterzulesen. Auf

So. Das ist ein Plakat der NPD-Bayern. Ich mecker ja nicht gerne, aber jetzt muss ich Klartext reden: Die Farbauswahl schwarz, rot, weiß, zeugt einfach von geringer Qualität - selbst Schülerzeitungen können sich heutzutage Mehrfarbdruck leisten. Das Layout ist eindeutig von der BILD-Zeitung abgekuckt. Abgesehen von den rechtlichen Problemen, die der NPD damit bevorsteht, ist das inkriminent gegenüber dem Plakat-Schauer. Anspruchslosigkeit wird ihm damit indirekt vorgeworfen. Unglaublich. Ich fühle mich jetzt angegriffen. Dann zu der Zeichnung selber: Perspektivisch null.

"Don't be proud of anything you couldn't influence" ist eine meiner Standardfloskeln."But what if you don't have anything else to be proud of?" frage ich mich nun. Gedankensplitter.In der Süddeutschen vom Mittwoch las ich einen Artikel über junge nationalistische Deutschtürken, die schon in dritter Generation hier leben, sich nicht integrieren konnten und sich nun in ihren türkischen Nationalstolz flüchten. Ein klitzekleiner Anteil der hier lebenden Deutschtürken/Türken/Türkdeutschen fühlen so. Leider kenne ich einige, die sich genau

"Irgendwann erzählte mir meine Großmutter, dass sie mir als Kind jeden Abend ganz lange die Haare streichelte - damit sie nicht kraus werden." Eine Anekdote aus dem Leben eines Deutsch-Sudanesen, der mit weißer Großmutter, weißer Mutter, weißem Stiefvater und weißer Steifschwester im Bonzenviertel Eppendorf der einzige Schwarze weit und breit war. Die Großmutter, in Nazi-Deutschland aufgewachsen, kürte den Jungen zum Lieblingsenkelkind. Die abendlichen Haarestreicheleinheiten sind vorbei: Das Lieblingsenkelkind hat heute tatsächlich glattes Haar und ist bekannt unter

1. Mai in Hamburg 2008, Bild von Evgeny Makarov Die Sonnenbrille, wo ist sie nur? Die UV-Wellen prallten voll auf mein Gesicht und verwehrten mir den Blick auf die andere Straßenseite. Kaum hatte ich sie tief in meiner Tasche gefunden, da sprang das Ampelmännchen auf grün. Mir radelte eine etwas ältere, bonzige Dame entgegen. Bonzig, weil klischeehaft: Polo-Shirt, pinker Pullover über die Schultern geworfen und vorne lässig-reich zugeknotet, Perlenkette am Hals und -stecker an Ohren. Da